Wie werde ich kreativ?

Die Frage ist leicht zu beantworten: Du bist schon kreativ!

Jedes Kind ist ein Künstler.
Das Problem ist nur, ein Künstler zu bleiben, während man erwachsen wird.
– Pablo Picasso

In der Arnet Gillert Spieltheorie geht es darum, so viele verschiedene Verwendungsmöglichkeiten in Büroklammern wie möglich zu finden.
Man könnte meinen, dass Erwachsene bestimmt im Vorteil sind, weil sie über viel mehr Kompetenz verfügen als Kinder.

Aber das Ergebnis dieser Studie ist wirklich faszinierend und zugleich erschreckend. Kindergartenkinder hatten um die 200 Einfälle, wogegen Erwachsene nur 10-20 hatten.

Je älter die Person war, desto weniger Verwendungsmöglichkeiten konnte sie finden.

Aber warum ist das so?

Ich kann mich noch erinnern, als man mir sagte: „In Kunst brauchst du nicht gut zu sein, da kannst du eher eine Note 4 bekommen, als in Englisch, Deutsch oder Mathe. Kunst ist doch nur ein Nebenfach!“

Aus diesem Grund kritisiert Sir Ken Robinson, ein international geachteter Berater in der Gesellschaftsentwicklung, das Bildungssystem. Sobald Kinder zur Schule gehen, lernen sie, dass es bestimmte Hierarchien in den Schulfächern gibt. Sie lernen, dass Mathe, Deutsch und Englisch wichtiger sind als die künstlerischen Fächer. Somit verlieren die kreativen Fächer an Bedeutung und die Schüler „ruhen“ sich in diesen Fächern lieber aus.

Das Bildungssystem muss geändert werden

Kunst ist genauso wichtig wie Englisch. Tanz ist genauso wichtig wie Mathematik.

„Unser Körper ist nicht da, um später nur unser Gehirn zu transportieren.“ – Sir Ken Robinson

Somit zwingt uns das Bildungssystem dazu, im kreativen Bereich zu verkümmern.

Kreativität Dani hann Namu

Kreative Kompetenz erweitern und entwickeln

Schau dich kurz um. Was siehst du an Gegenständen? Was meinst du, was war für den Ingenieur am allerwichtigsten, um die Gegenstände zu entwerfen? Stimmt! Seine kreativen Entwürfe!

Natürlich sind die Kompetenzen von Berufen unterschiedlich ausgeprägt. Nichtsdestotrotz sollte die Kreativität weiter gefördert werden.

Warum?

Kreative Menschen sind gut im Lösen von Problemen. Zudem zeigen sie keine Scheu vor Neuem, denn sie holen sich gerne Inspirationen und sind zugleich aktiv. Die Chance auf eine persönliche Weiterentwicklung ist dabei sehr groß.
Infolgedessen haben sie oft ein gutes Sozialverhalten, da bestimmte Hirnregionen, die dafür zuständig sind, besonders ausgeprägt sind.

Also ist es Zeit für eine Veränderung.

kreativ sein, by dani hann, namu

Hier gebe ich Dir 5 Tipps, wie du deine Kreativität fördern kannst:

1. Sei offen und reise mehr. Andere Länder und andere Kulturen geben dir neue Eindrücke und Inspirationen. Viele erfolgreiche Gründungsideen entstanden tatsächlich auch erst, als ihre Erfinder in anderen Ländern unterwegs waren.

2. Nimm an einem Malkurs, Musikkurs oder Tanzkurs teil, worauf auch immer du im künstlerischen Bereich Lust hast. Diese werden dich sehr weit voran bringen, denn du umgibst dich automatisch mit den richtigen Leuten: Künstlern! Ihr könnt euch gegenseitig nur inspirieren.

3. Verbringe weniger Zeit vor dem Fernsehen, Handy oder am Computer. Sobald du merkst, dass du aus Langeweile oder aus Zeitvertreib vor einem dieses Gerätes sitzt, dann schalte es sofort aus. Damit nutzt du deinem Gehirn gar nichts. Im wahrsten Sinne des Wortes: Man verdummt!

4. Tausche dich mehr mit anderen Menschen aus, denn durch den gemeinsamen Austausch ergeben sich neue Denkstrukturen. Vielleicht hast du schon eine Situation erlebt, in der du dachtest: „Man, war das ein gutes Gespräch. Es hat mich total inspiriert!“

5. Sei positiv und offen. Bekanntermaßen ist die innere Einstellung sehr wichtig, wenn man an etwas arbeitet, denn nur so fällt es einem leichter, sich weiterzuentwickeln. Also glaub an deine eigene Kreativität und fördere sie ohne Zeitdruck.

Gelassenheit und Ruhe ist ein wichtiger Schlüsselfaktor für die Kreativität.

Erfahrungsgemäß zeigt sich die kreative Ader erst, wenn Zeit zum Nachdenken da ist. Deswegen liebe ich es, im Zug oder als Beifahrerin im Auto zu sitzen und aus dem Fenster hinauszuschauen oder alleine im Feld spazieren zu gehen. Denn erst da kommen viele kreative Gedanken zustande.

Und das passiert, weil ich in dem Moment meine innere Ruhe gefunden habe.

Ihr müsst euch das Video von Sir Ken Robinson unbedingt anschauen. In dem Video erzählt Sir Ken Robinson über ein Mädchen, die sehr viel Bewegung brauchte. Wohingegen Eltern und Lehrer dachten, sie hätte ADHS. Aber nein, sie hatte einfach andere Stärken.

Schau es dir an:
„Ersticken Schulen die Kreativität?“ – Sir Ken Robinson